TAN-Verfahren: Sicherheit und Zukunft

Jeder Bankkunde, der Onlinebanking nutzt, benötigt für die Freigabe von Aufträgen eine Transaktionsnummer, meist nur kurz mit TAN abgekürzt. Um die notwendige Sicherheit zu gewährleisten, wurden die Verfahren für die Generierung und Vergabe der TAN-Nummern immer wieder weiterentwickelt. Welche Möglichkeiten es aktuell gibt und welche davon in Zukunft noch verfügbar sein dürften, wird im Folgenden erläutert.

Der TAN-Block auf Papier hat bald ausgedient

Zu den heute verfügbaren TAN-Verfahren gehören:

  1. die TAN-Liste als das klassische TAN-Verfahren schlechthin
  2. verschiedene Erweiterungen des TAN-Listen-Verfahrens
  3. die SMS-TAN oder mobile TAN
  4. pushTAN
  5. TAN-Generatoren
  6. Photo-TAN beziehungsweise QR-TAN

Die TAN-Liste, bislang das wohl verbreitetste Verfahren, wird dabei seit einiger Zeit immer mehr durch neue und sicherere Verfahren verdrängt. Die klassischen einfachen TAN-Listen wurden von den meisten Banken bereits ab 2005 durch indizierte TAN-Listen (iTAN) und in der Folge dann durch Weiterentwicklungen wie iTAN mit Kontrollbild oder Bestätigungsnummer ersetzt, um den zunehmenden Phishing-Angriffen entgegenzuwirken.

Smartphonebasierten Lösungen und TAN-Generatoren gehört die Zukunft

Inzwischen werden TAN-Listen Neukunden gar nicht mehr angeboten, und Bankkunden, die diese in den vergangenen Jahren verwendet haben, wurden von den meisten Instituten bereits aufgefordert, sich für eines der neueren und sichereren Verfahren zu entscheiden. Dabei zeichnen sich zwei Trends ab:

  • Zum einen werden smartphonebaiserte Lösungen wie Photo-TAN oder QR-TAN favorisiert.
  • Zum anderen bietet eine Reihe von Banken auch eigene Systeme von TAN-Generatoren an.

Auch die mobile TAN erfreut sich bei einigen Kunden relativ großer Beliebtheit, wobei allerdings mit jeder Transaktion Kosten für die Übermittlung der TAN per SMS anfallen. Für TAN-Generatoren werden den Kunden zwar ebenfalls häufig Gebühren in Rechnung gestellt, jedoch nur einmalig und nicht bei jeder Nutzung. Generell dürften sich jedoch App-basierte Lösungen wie Photo-TAN oder QR-TAN durchsetzen, zumal ähnliche Apps den Nutzern auch aus anderen Bereichen vertraut sind.

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